Ratgeber · Kosten
Was kostet eine Social-Media-Agentur pro Monat?
Sofort-Antwort
Die kurze Antwort
Social-Media-Betreuung kostet am Markt zwischen rund 369 Euro und deutlich über 1.500 Euro im Monat, je nachdem, ob nur verwaltet oder auch produziert wird und wie viele Kanäle dazukommen (socialsun, designenergie, Stand August 2026). Der Preis hängt vor allem vom Umfang ab: reine Kanalpflege ist günstiger als ein eigener Dreh mit mehreren Formaten. Ob es sich um ein einmaliges Projekt oder eine laufende Betreuung handelt, verändert die Rechnung zusätzlich.
Was in einem Monatspreis steckt
Wer nach dem Preis für eine Social-Media-Agentur sucht, bekommt vor allem eins: sehr unterschiedliche Zahlen, von niedrigen dreistelligen Beträgen bis zu Paketen im vierstelligen Bereich. Das liegt daran, dass Social-Media-Betreuung keine einheitliche Leistung ist, sondern ein Bündel aus mehreren Bausteinen, die je nach Anbieter unterschiedlich zusammengestellt sind. Dazu kommt, dass manche Anbieter mit einem sehr niedrigen Einstiegspreis werben und den eigentlichen Aufwand erst im Kleingedruckten sichtbar machen, während andere von Anfang an aufschlüsseln, was in der Zahl enthalten ist. Ein Café in Neukölln, das nur seine drei Kanäle gepflegt haben möchte, braucht ein anderes Angebot als ein Handwerksbetrieb, der aus jedem Auftrag ein Video machen will, und beide bekommen am Ende eine völlig andere Zahl genannt, obwohl beide „Social-Media-Betreuung“ suchen. Bevor eine Zahl überhaupt vergleichbar wird, lohnt sich deshalb der Blick darauf, was in einem Monatspreis tatsächlich enthalten ist.
Typische Bausteine sind Konzept und Redaktionsplan, damit nicht jede Woche neu entschieden werden muss, was gepostet wird; der Dreh selbst, vom kurzen Handy-Clip bis zur Kamera mit Licht und Ton; der Schnitt des Materials zu fertigen Beiträgen; das Veröffentlichen auf euren Kanälen zu festen Zeiten; häufig Community-Management, also das Beantworten von Kommentaren und Nachrichten; und ein Reporting am Monatsende, das zeigt, was funktioniert hat und was nicht. Manche Pakete decken nur die Kanalpflege ab, andere die komplette Produktion samt Dreh. Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, sollte deshalb genau nachlesen, welche dieser Bausteine enthalten sind und welche extra berechnet werden, sonst vergleicht man zwei unterschiedliche Leistungen anhand einer einzigen Zahl. Wie diese Bausteine bei uns zusammenspielen, zeigt die Seite zu unserer Social-Media-Betreuung; einen Überblick über unsere gesamte Leistungspalette gibt die Leistungsübersicht, einen Überblick über verwandte Themen der Ratgeber-Cluster Social-Media-Strategie.
Vier Ausbaustufen im Marktvergleich
Die folgende Übersicht ordnet vier gängige Ausbaustufen und die dazugehörigen Marktspannen ein, jeweils mit Quelle und Stand August 2026. Es sind Angaben der genannten Anbieter, keine Einschätzung von uns, und sie sollen eine Orientierung geben, keine Vorhersage für euren konkreten Fall. Je weiter unten in der Tabelle, desto mehr steckt an eigener Produktion darin, und desto größer wird die Spanne innerhalb der Stufe selbst, weil dort auch Kanalzahl und Postfrequenz stärker variieren.
| Leistungsumfang | Was ihr bekommt | Marktspanne (Quelle) |
|---|---|---|
| Verwalten | Redaktionsplan, Veröffentlichung, Reporting, kein eigener Dreh | ab 369 € / Monat, 1 Kanal, 2 Beiträge (socialsun) |
| Erstellen mit dem Handy | mehr Beiträge, einfache Reels aus vorhandenem Material | ab 699 € / Monat, 4 Beiträge, bis zu 2 Reels (socialsun) |
| Produzieren mit Kamera | echter Dreh, mehrere Kanäle, Strategie und Reporting | 1.995 € / Monat, 5 Kanäle, 25 bis 30 Beiträge (designenergie) |
| plus Meta-Ads-Betreuung | Kampagnensteuerung zusätzlich zur Content-Betreuung | 1.070 € / Monat zzgl. MwSt. + 5 % des Ad Spends ab 1.000 € / Monat (IronShark) |
Was die Ausbaustufen in der Praxis bedeuten
Verwalten passt zu Unternehmen, die bereits Fotos und Texte haben und nur die Veröffentlichung abgeben wollen. Erstellen mit dem Handy reicht, wenn kurze Alltagsclips genügen, etwa aus einer Werkstatt in Weißensee oder einem Laden in der Torstraße. Produzieren mit Kamera wird relevant, sobald Bildqualität und Aufwand steigen sollen, etwa für eine Praxis oder einen Showroom, der auf Vertrauen angewiesen ist, oder für ein Unternehmen, das gleichzeitig Kund:innen gewinnen und Fachkräfte finden will. Kommt eine Kampagne mit eigenem Budget dazu, etwa ein Angebot rund um ein Fest oder eine Neueröffnung, kommt die vierte Stufe hinzu. Welche Stufe zu einem konkreten Vorhaben passt, klären wir am liebsten im Erstgespräch, weil sich das selten allein aus einer Tabelle ablesen lässt.
In der Praxis wächst der Umfang oft mit der Zusammenarbeit. Viele Unternehmen starten mit der Stufe, die zu ihrem aktuellen Budget passt, und wechseln erst dann in eine höhere, wenn sich zeigt, dass mehr Content auch mehr bringt. Das ist auch der Grund, warum eine starre Zwölf-Monats-Bindung an dieser Stelle unpraktisch ist: Wer merkt, dass eine Stufe nicht passt, sollte nicht ein Jahr warten müssen, um sie zu wechseln oder die Zusammenarbeit zu beenden. Genau deshalb ist die monatliche Kündbarkeit bei uns kein Marketing-Argument, sondern eine praktische Konsequenz daraus, wie sich der tatsächliche Bedarf über die Zeit verändert.
Warum die Preise so weit auseinanderliegen
Ein Grund für die große Spanne ist, wie eine Agentur an Video kommt. Manche Social-Media-Agenturen haben keine eigene Kamera und geben den Dreh an eine externe Produktion weiter; das ist eine Beobachtung von uns aus der eigenen Agenturzeit, keine Marktzahl, aber sie erklärt einen Teil des Aufschlags, den ihr am Ende zahlt, weil zwischen euch und der Kamera noch mindestens ein weiterer Anbieter steht, der koordiniert und vermittelt. Freelancer sparen diesen Zwischenschritt oft, ein Stundensatz im Social-Media-Marketing liegt im Mittel bei rund 75 € (freelancermap, Stand August 2026), wofür ihr Konzept, Dreh und Schnitt aber meist einzeln einkaufen und selbst koordinieren müsst, teils bei unterschiedlichen Personen, die sich untereinander erst noch abstimmen müssen.
Ein zweiter Grund liegt in den Vertragsbedingungen. Bei manchen Anbietern beträgt die Grundlaufzeit der Betreuung zwölf Monate, danach mit einem Monat Frist kündbar (Crediso Media, Stand August 2026); bei Meta-Ads-Paketen kommt oft eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten dazu, plus eine einmalige Setupgebühr von 99 bis 149 € (Greven Digital, Stand August 2026). Auch reine Social-Media-Pakete kennen einmalige Einrichtungskosten, in einem Fall knapp 1.900 € zusätzlich zum laufenden Preis (designenergie, Stand August 2026). Für euch heißt das: Ihr entscheidet euch, bevor ihr wisst, ob die Zusammenarbeit passt, und zahlt für den Einstieg selbst noch einmal extra. Bei uns beträgt die Mindestlaufzeit ein Monat, danach ist die Betreuung monatlich kündbar, es gibt keine Setup-, Onboarding- oder Einrichtungsgebühr, und der Einstieg läuft über ein Initialprojekt: ein erster Content-Batch und die erste gemeinsame Filmvision, bevor der Retainer überhaupt beginnt. So seht ihr beide vor der Bindung, ob ihr in dieselbe Richtung denkt.
Unser Modell
Bei uns läuft die Betreuung über einen festen Monatspreis, der sich aus dem Aufwand ergibt: aus der Zahl der Kanäle, der Beiträge und dem Anteil an eigenem Dreh. Eine feste Zahl nennen wir hier bewusst nicht, weil sie ohne euren konkreten Umfang wenig aussagt; unseren Rahmen besprechen wir im Erstgespräch, 45 Minuten, kostenlos. Was unser Modell unterscheidet, ist weniger die Rechengröße als das, was darin steckt: Dreh ist bei uns kein Zusatzposten, sondern Teil der Betreuung. Dieselben zwei Leute, Öykü und Nils, stehen selbst am Set, schneiden das Material und posten es auf euren Kanälen, ohne Account-Ebene dazwischen und ohne wechselnde Ansprechpersonen. Es wird nichts extern zugekauft, Bewegtbild ist unser Kerngeschäft.
Viele Pakete am Markt rechnen in Beiträgen pro Monat, Video kommt als Zusatzkontingent dazu, oft als "bis zu zwei Reels" oder als bewegtes Feed-Bild statt als echter Dreh; die Zahl der Korrekturrunden ist dabei je Paket gedeckelt, etwa eine, zwei oder vier Überarbeitungen (werkvonmorgen, Stand August 2026). Bei uns sind zwei Korrekturschleifen fest in der Kalkulation und stehen im Angebot; was darüber hinausgeht, rechnen wir nach Aufwand ab und benennen das vorher im Angebot. Bei uns ist der Dreh der Kern der Betreuung, nicht das Kontingent obendrauf, weil wir ihn nicht einkaufen müssen. Beispiele für Beiträge, die daraus entstanden sind, seht ihr in unseren Referenzen.
Kommen Werbeanzeigen dazu, geht euer Mediabudget eins zu eins an Meta weiter, ohne Provision auf den eingesetzten Betrag; ihr bestimmt selbst, wie viel davon in eine Kampagne fließt. Die Creatives dafür stammen aus demselben Dreh wie eure organischen Beiträge, das spart eine zweite Produktion für dieselbe Kampagne und hält den Zusammenhang zwischen Feed und Anzeige sichtbar.
Am Ende jedes Erstgesprächs steht bei uns ein schriftliches Angebot mit Umfang und Preis, nicht eine mündliche Grobschätzung, die später nachverhandelt wird. Ihr wisst vor der Unterschrift, was ihr bekommt und was es kostet, beim einmaligen Projekt genauso wie bei der laufenden Betreuung. Im Retainer-Angebot steht dabei das Leistungsversprechen, keine einzelne Stundenaufstellung, weil sich der Aufwand über die Monate ausgleicht und nicht jede einzelne Stunde erneut verhandelt werden muss. Wer stattdessen nur eine grobe Preisspanne am Telefon nennen lässt, weiß am Ende oft erst bei der ersten Rechnung, was tatsächlich abgerechnet wird.
Was ihr vor der Unterschrift prüfen solltet
Ein Angebot lässt sich nur fair vergleichen, wenn ihr die richtigen Fragen stellt, unabhängig davon, für welche Agentur ihr euch am Ende entscheidet. Ein paar davon lohnen sich in jedem Erstgespräch:
- Welche Bausteine sind im Preis enthalten, Konzept, Dreh, Schnitt, Community-Management, Reporting, und welche kosten extra?
- Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und wie und wann kündigt ihr?
- Fällt eine Setup- oder Einrichtungsgebühr an?
- Wie viele Korrekturrunden sind pro Beitrag vorgesehen?
- Wer erhält bei Werbeanzeigen einen Anteil vom Mediabudget, und wie hoch fällt er aus?
Diese Fragen kosten in einem Erstgespräch keine zwei Minuten, verhindern aber die meisten bösen Überraschungen später. Wer sie stellt, merkt schnell, ob ein Angebot wirklich zum eigenen Vorhaben passt oder ob eine niedrige Startzahl nur durch einen engen Leistungsumfang zustande kommt. Genauso hilft es, ein Angebot nicht isoliert zu betrachten, sondern mit dem zu vergleichen, was ihr für dieses Geld tatsächlich bekommt: Eine Zahl allein sagt wenig, ohne die Bausteine dahinter zu kennen.
Einmalig oder Retainer?
Ob am Ende eine kleinere oder größere Zahl steht, hängt vom Aufwand ab und davon, ob ihr ein einmaliges Projekt bucht oder eine laufende Betreuung. Ein einzelner Dreh für eine Kampagne rechnet sich anders als ein Monat für Monat laufender Redaktionsplan mit Community-Management, selbst wenn beide über dieselben zwei Leute laufen. Klarheit bekommt ihr am ehesten im Erstgespräch, 45 Minuten, kostenlos: Am Ende steht ein schriftliches Angebot mit Umfang und Preis, nicht erst nach mehreren Nachfragen und nicht nachgereicht. Wie oft ihr überhaupt posten solltet, bevor diese Frage relevant wird, steht im Artikel Wie oft sollte man auf Social Media posten?; kommen bezahlte Anzeigen dazu, liefert der Artikel Was kosten Instagram Ads? die passenden Zahlen dazu. So oder so gilt am Ende derselbe Grundsatz: Der Preis hängt vom tatsächlichen Aufwand ab, nicht von einem Paket, das zufällig am nächsten dranliegt.
Wer diese Grundsätze im Kopf behält, verhandelt am Ende über den Umfang, der wirklich gebraucht wird, statt über eine einzelne Zahl, und das lässt sich fast immer offener besprechen als ein starres Paket von der Stange. Genau darum geht es uns im Erstgespräch: erst verstehen, was ihr wirklich braucht, dann ein Paket dazu vorschlagen, und nicht umgekehrt.
Häufige Fragen
Häufig gefragt
Was kostet Social-Media-Betreuung für ein kleines Unternehmen?
Für ein kleines Unternehmen mit wenigen Kanälen und reiner Verwaltung starten Angebote am Markt bei niedrigen dreistelligen Monatsbeträgen, socialsun nennt ab 369 € für einen Kanal und zwei Beiträge (socialsun, Stand August 2026). Sobald ein eigener Dreh, mehrere Kanäle oder Community-Management dazukommen, steigt der Preis deutlich. Was sinnvoll ist, hängt vom Aufwand ab, den wir im Erstgespräch gemeinsam einordnen.
Was kostet ein Freelancer im Vergleich?
Freelancer im Social-Media-Marketing rechnen laut freelancermap im Mittel mit rund 75 € pro Stunde (freelancermap, Stand August 2026). Bei einem festen Zeitaufwand pro Monat lässt sich daraus eine grobe Spanne überschlagen, allerdings ohne Konzept, Dreh oder Schnitt automatisch mit inbegriffen, die meist separat gebucht werden. Bei uns kommen Dreh und Betreuung aus einer Hand.
Sind Ads im Preis enthalten?
Nein, Mediabudget für Werbeanzeigen ist ein eigener Posten, der bei uns eins zu eins an Meta weitergeht, ohne Aufschlag. Die Betreuung der Kampagnen, also Strategie, Creative und Steuerung, ist entweder Teil des Monatspreises oder wird separat vereinbart, je nachdem, was ihr braucht.
Wie lange bindet man sich?
Das hängt vom Anbieter ab und steht in den Vertragsbedingungen, die ihr vor der Unterschrift prüfen solltet; zwölf Monate Basislaufzeit sind am Markt keine Seltenheit. Bei uns gilt: Mindestlaufzeit ein Monat, danach monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr. Wir rechnen trotzdem mit einer langen Zusammenarbeit, nur liegt die Entscheidung darüber jeden Monat bei euch. Umfang und Konditionen stehen im schriftlichen Angebot, besprochen im Erstgespräch.
Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Content-Produktion?
Content-Produktion ist die Herstellung des Materials selbst: ein Dreh, ein Schnitt, ein fertiger Beitrag. Betreuung schließt zusätzlich Redaktionsplan, Veröffentlichung, oft Community-Management und Reporting mit ein, meist als laufender Vertrag statt Einzelprojekt. Was unsere Social-Media-Betreuung konkret umfasst, steht auf der Leistungsseite.
Lohnt sich eine Agentur oder besser selbst machen?
Das hängt davon ab, ob im Team Zeit, Kamera-Erfahrung und ein verlässlicher Rhythmus vorhanden sind. Wer das intern leisten kann, braucht dafür zunächst keine Agentur. Fehlt eine dieser drei Voraussetzungen dauerhaft, ist eine Betreuung oft günstiger, als es zu versuchen und nach ein paar Monaten wieder aufzugeben. Wie oft ihr überhaupt posten solltet, bevor ihr diese Frage entscheidet, steht im Artikel Wie oft sollte man auf Social Media posten?.
Passende Leistung
Feste Betreuung, ohne dass Video ein Zusatzposten ist
Wir übernehmen Konzept, Dreh, Schnitt, Posting und Community als monatliche Betreuung, im festen Monatspreis, ohne Zukauf. So sieht unser Modell im Detail aus.
Weiterlesen
Auch relevant

Autor:in
Von Nils Grinbergs
Mitgründer & Geschäftsführer
Aktualisiert am 26. August 2026
