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Video und Social Media für Industrie und Maschinenbau: was Kunden und Bewerber:innen sehen wollen

Sofort-Antwort

Die kurze Antwort

Industrieunternehmen haben oft das beste Bildmaterial direkt in der Halle und zeigen es am seltensten: eine Fräsmaschine im Takt, eine Fertigungsstraße, ein Team, das ein Bauteil prüft, bevor es die Halle verlässt. Drei Formate reichen meistens: ein Imagefilm mit Halle und Team, ein Produktvideo für Maschinen, die sich in Worten schwer erklären, und kurze Prozess-Clips für LinkedIn.

Warum Industrie auf LinkedIn und nicht auf TikTok gehört

In unserer Stichprobe von 54 Berliner LinkedIn-Unternehmensseiten (Erhebung 04. bis 17.08.2026) liegt der Median bei 0,16 Beiträgen pro Woche, also ungefähr einem Beitrag im Monat. Der Videoanteil unter diesen Beiträgen liegt im Median bei 0 %. Für ein Netzwerk, auf dem Einkäufer:innen, Personalverantwortliche und potenzielle Fachkräfte tagsüber unterwegs sind, ist das eine große Lücke.

Das deckt sich mit einem anderen Befund: Von 52 Berliner Unternehmenswebsites, die wir seit Juli geprüft haben, quer über Handwerk, Industrie, Dienstleistung und mehr, zeigen nur 11 ein Video auf der Startseite. Wer als Maschinenbauer oder Zerspanungsbetrieb eine Halle voller Bewegung hat und trotzdem nur ein Foto der Fassade zeigt, verschenkt genau das Material, das andere Branchen erst aufwendig inszenieren müssen. Einen Überblick über alle Branchen, für die wir drehen, gibt der Cluster Branchen.

TikTok erreicht Endkund:innen, die abends scrollen. LinkedIn erreicht die Person, die morgens ein Angebot vergleicht, eine Ausschreibung liest oder eine offene Stelle in der Instandhaltung sucht. Bei B2B-Entscheidungen mit langen Vorlaufzeiten zählt nicht die Reichweite eines einzelnen Clips, sondern dass er zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle im Feed auftaucht, bei jemandem, der ohnehin gerade nach eurem Gewerk sucht.

Drei Formate

Ihr müsst nicht auf jedem Kanal aktiv sein. Für Industrie und Maschinenbau reichen in der Praxis drei Formate, die sich ergänzen: ein Imagefilm als Fundament, ein Produktvideo für die Maschine, die sich in Worten schwer erklärt, und kurze Prozess-Clips, die zwischen den größeren Produktionen für Bewegung im Kanal sorgen. Eine Einordnung, welches Format grundsätzlich zu eurem Unternehmen passt, gibt der Artikel Imagefilm, Produktvideo oder Eventfilm: welcher Film passt zu eurem Unternehmen?.

Der beste Zeitpunkt für den ersten Dreh richtet sich oft nach dem Messekalender oder nach ruhigeren Phasen in der Fertigung: kurz vor einer Fachmesse ist die Anlage ohnehin herausgeputzt, in Betriebsferien oder Schichtpausen lässt sich ein Drehtag leichter einplanen, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Wer das mitdenkt, hat fertiges Material, bevor die nächste Messe oder Bewerbungssaison beginnt.

Der Imagefilm mit Halle und Team

Ein Imagefilm zeigt die Halle, die Maschinen im Betrieb und das Team an den Stationen, an denen tatsächlich gearbeitet wird. Für einen Zerspanungsbetrieb in Marzahn heißt das: die CNC-Fräse im Takt, ein Werker, der das fertige Teil prüft, die Ruhe zwischen zwei Arbeitsschritten. Der Film läuft auf der Startseite, im Vertrieb als Türöffner vor dem ersten Termin und auf Messen am Stand, wo er in einer Minute zeigt, wofür ein Rundgang eine halbe Stunde bräuchte. Öykü und Nils drehen selbst, mit einer Kamera, die sich in eine laufende Fertigung einfügt, statt sie zu unterbrechen. Beispiele für unsere Bildsprache in Industrieumgebungen seht ihr in den Referenzen.

Das Produktvideo für erklärungsbedürftige Produkte

Manche Maschinen lassen sich nicht in einem Satz erklären, ein Datenblatt allein überzeugt niemanden. Ein Produktvideo zeigt eine Anlage im Betrieb, den Materialfluss, die Stelle, an der ein Kunde am Ende den Unterschied merkt. Ein Anlagenbauer in Spandau nutzt so ein Video zum Beispiel im Vertriebsgespräch, bevor überhaupt eine Technikerin anreist: Die Interessentin sieht die Anlage schon laufen, bevor sie eine Frage stellt. Auf Messen läuft dasselbe Video am Stand, wenn gerade niemand für eine Erklärung Zeit hat. Beispiele findet ihr in den Referenzen.

Prozess-Clips für LinkedIn

Kurze Clips halten den Kanal zwischen den größeren Drehs lebendig: ein Zuschnitt, eine Schweißnaht, ein Bauteil, das aus der Anlage kommt und noch warm ist. Fünfzehn bis dreißig Sekunden reichen, eine feste Kameraposition genügt oft. Eine Elektronikfertigung in Adlershof zeigt zum Beispiel in einem einzigen Clip, wie eine Leiterplatte durch drei Stationen läuft, von der Bestückung bis zur Prüfung. Das braucht kein Studio, nur den Blick dafür, welcher Moment sich lohnt, und genau den bringen Öykü und Nils mit, weil Bewegtbild ihr Kerngeschäft ist und nicht zugekauft wird.

Wer zusätzlich zeigen will, wie eine Maschine tatsächlich bedient wird oder warum sie für eine bestimmte Branche entwickelt wurde, kann ein Format ergänzen, das im Handwerk genauso funktioniert: ein kurzes Interview mit einer Ingenieurin oder einem Meister direkt an der Maschine schafft Vertrauen, ohne dass eine einzige Zeichnung oder Stückliste im Bild auftaucht.

Aus ihrer eigenen Zeit in Marketing-Teams der Musik- und Tech-Branche kennen Öykü und Nils das andere Modell gut: Viele Social-Media-Agenturen haben selbst keine Kamera und geben den Dreh an Dritte weiter, mit allem, was das an Abstimmung und Wartezeit kostet, gerade in einer Fertigungshalle, in der ein externes Team erst lernen muss, wo es überhaupt stehen darf. Bei uns bleibt das im Haus, von der ersten Idee bis zum fertigen Schnitt.

Format, Ziel und Aufwand im Überblick

Die folgende Tabelle fasst zusammen, welches Format auf welches Ziel einzahlt, was dafür gezeigt wird und wie groß der Aufwand realistisch ist, gerechnet in Drehtagen statt in Euro.

FormatZielWas gezeigt wirdAufwandWo es läuft
ImagefilmVertrauen und FachkräfteHalle, Maschinen, Teamein Drehtag, danach fertigWebsite, Vertrieb, Messe
ProduktvideoVertrieb und MesseAnlage im Betrieb, Materialflussein bis zwei Drehtage je AnlageWebsite, Vertriebsgespräch, Messestand
Prozess-ClipsFachkräfte und Reichweiteeinzelne Arbeitsschritte, kurze Momentewenige Stunden im MonatLinkedIn
Drei Video-Formate für Industrie und Maschinenbau: Ziel, Inhalt und Aufwand

Was ihr zeigen dürft und was nicht

Zeigt Maschinen in Bewegung, Hände am Werkstück, den Moment, in dem ein Teil aus der Anlage kommt. Was nicht ins Bild gehört: Zeichnungen, Stücklisten oder Maße, die als Betriebsgeheimnis gelten, und alles, was sich einem bestimmten Kundenauftrag zuordnen lässt, wenn der Kunde das nicht ausdrücklich erlaubt hat. Ein Anlagenbauer in Spandau bespricht das vor jedem Dreh kurz mit dem eigenen Vertrieb: welche Anlage darf ins Bild, welche läuft gerade für einen Kunden, der Diskretion erwartet.

Wenn Mitarbeitende im Bild zu sehen sind, gilt dasselbe wie in jedem Betrieb: Zustimmung vorher einholen, nicht erst nach dem Schnitt. In vielen Betrieben mit Betriebsrat hat auch der ein Wort mitzureden, wenn Aufnahmen von Mitarbeitenden entstehen. Das klärt ihr am besten vorher intern, wir geben dabei keine Rechtsberatung, nur einen Hinweis, den ihr vor dem Drehtag im Kalender haben solltet.

Sicherheit geht vor Bild. Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Warnweste und alle Zutrittsregeln der Halle gelten für die Kamera genauso wie für jede andere Person, ohne Ausnahme für eine bessere Einstellung. Wer das vor dem Dreh klärt, spart am Tag selbst Zeit, weil niemand mitten in der Fertigung improvisieren muss.

Bewerber:innen sehen anderes als Kunden

Fachkräftemangel trifft Industrie und Handwerk gleichermaßen, und die Antwort ist in beiden Branchen ähnlich: zeigen, wie die Arbeit wirklich aussieht. Ein eigenes Recruiting-Video ist dafür meistens nicht nötig, weil der Imagefilm mit Team dieselbe Aufgabe übernimmt, wenn er von Anfang an mitdenkt, dass auch Bewerber:innen ihn sehen. Wie das im Handwerk aussieht, zeigt der Artikel Video und Social Media für Handwerksbetriebe, für Industrie gilt dieselbe Logik, nur mit größerer Halle.

Kund:innen achten auf Präzision, Termintreue und die Anlage selbst. Bewerber:innen achten auf etwas anderes: Wie wird hier gesprochen, wie sieht die Pause aus, gibt es sichtbar Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts an den Maschinen. Genau diese Aufnahmen entstehen am selben Drehtag wie die Vertriebs-Aufnahmen, nur mit einem zweiten Blick dafür, wen die Kamera zeigt und in welchem Moment.

Ein Drehtag in der Halle

Ein Drehtag in der Produktion läuft anders als ein Dreh im Büro. Die Fertigung steht wegen der Kamera nicht still, Lärm gehört dazu, und Licht ist oft eine Mischung aus Hallenbeleuchtung und dem, was durch die Oberlichter fällt. Wir bringen eigenes Licht mit, wo es nötig ist, ohne den Betrieb für eine Einstellung zu unterbrechen. Sicherheitsausrüstung tragen wir wie jede andere Person in der Halle, das ist keine Formalie, sondern Voraussetzung, um überhaupt drehen zu dürfen.

Wie ein Drehtag im Detail vorbereitet wird, von der ersten Idee bis zur Abnahme, erklärt der Artikel Wie eine Videoproduktion abläuft. Für die Halle kommt vor allem eines dazu: eine kurze Abstimmung mit der Schichtleitung, wann welche Station läuft, damit wir genau dann da sind, wenn tatsächlich etwas passiert, und nicht während eines Rüstwechsels.

Ein Industriefilm läuft anders als ein Social-Media-Clip: Er zeigt sich Jahre später noch auf Messen, im Vertrieb und auf der Website, oft drei oder vier Jahre lang oder länger. Bei manchen Filmproduktionen sind die Nutzungsrechte an einen vereinbarten zeitlichen und räumlichen Umfang gebunden, laut AGB mehrerer Filmproduktionen, Stand August 2026. Für einen Film, der so lange im Einsatz bleibt, ist das ein Risiko: was heute freigegeben ist, braucht später vielleicht eine neue Vereinbarung. Bei uns liegen die Nutzungsrechte ohne zeitliche Begrenzung bei euch, dazu bekommt ihr alle Exporte.

Ein einmal gedrehter Imagefilm veraltet nicht nach wenigen Monaten, solange sich Halle, Maschinenpark und Team nicht grundlegend ändern. Er läuft im zweiten und dritten Jahr genauso wie im ersten, auf jeder Messe von Neuem, während die kurzen Prozess-Clips laufend dazukommen und den Kanal zwischen den großen Terminen am Leben halten.

Auch bei einem einmaligen Imagefilm gilt: Zwei Korrekturschleifen sind Teil der Kalkulation und stehen im Angebot, erst ab der dritten wird nach Aufwand abgerechnet, vorher im Angebot benannt. Wer danach auch die laufende Betreuung will, testet das über ein erstes Projekt: den Imagefilm oder das Produktvideo als Einstieg, danach läuft die Betreuung im festen Monatspreis, mit einem Monat Mindestlaufzeit und danach monatlich kündbar.

Wie sich das für euer Unternehmen konkret zusammensetzt, Imagefilm, Produktvideo oder beides, klärt sich am schnellsten in einem kurzen, kostenlosen Erstgespräch. Einen Überblick über alle Leistungen gibt die Leistungsübersicht.

Häufige Fragen

Häufig gefragt

Lohnt sich ein Imagefilm für ein Maschinenbau-Unternehmen?

Ja, besonders wenn die Fertigung selbst schon zeigt, wonach Kund:innen suchen: Präzision, Tempo, ein sauberes Ergebnis. Ein Imagefilm macht sichtbar, was ein Rundgang durch die Halle ohnehin vermitteln würde, nur wiederholbar und für alle, die nicht persönlich vorbeikommen können.

Instagram oder LinkedIn für B2B?

Für Industrie und Maschinenbau ist LinkedIn meistens der wichtigere Kanal, weil dort Einkäufer:innen, technische Entscheider:innen und Fachkräfte unterwegs sind. Instagram lohnt sich zusätzlich, wenn ihr auch junge Bewerber:innen erreichen wollt, ersetzt LinkedIn im B2B-Geschäft aber selten.

Was kostet ein Industriefilm?

Der Preis hängt vom Aufwand ab, vor allem von der Zahl der Drehtage und dem Umfang der Postproduktion, und davon, ob es ein einmaliges Projekt oder eine laufende Betreuung ist, nicht von einer festen Pauschale. Alle Faktoren erklärt der Artikel Was kostet ein Imagefilm?.

Dürfen wir Kundenprodukte zeigen?

Nur mit Zustimmung, wenn eine Anlage oder ein Bauteil eindeutig einem Kunden zuzuordnen ist. Vieles klärt sich, wenn ihr euren eigenen Prozess zeigt statt des fremden Endprodukts, oder eine ältere, bereits freigegebene Anlage für den Dreh nutzt. Klärt Geheimhaltung vor dem Drehtag, nicht danach.

Wie zeigt man eine Maschine spannend?

Über Bewegung und Tempo, nicht über technische Daten: der Moment, in dem ein Werkstück eingespannt wird, der Takt einer Anlage, das fertige Teil, das aus der Maschine kommt. Nahaufnahmen von Details wirken oft eindrücklicher als eine Totale der ganzen Halle.

Brauchen wir einen Messefilm?

Wenn ihr regelmäßig auf Messen steht, lohnt sich ein Produktvideo, das am Stand läuft, wenn gerade kein Verkaufsgespräch Zeit hat. Oft reicht dafür dieselbe Produktion, die auch auf der Website und im Vertrieb läuft, ein separater Messefilm ist meistens nicht nötig.

Für Industrie und Maschinenbau

Bereit, eure Halle zu zeigen?

Wir drehen den Imagefilm oder das Produktvideo direkt in eurer Fertigung, Öykü und Nils stehen selbst hinter der Kamera. Schaut euch die Leistung an oder meldet euch für ein kostenloses Erstgespräch.

Nils Grinbergs, Mitgründer & Geschäftsführer

Autor:in

Von Nils Grinbergs

Mitgründer & Geschäftsführer

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Aktualisiert am 27. August 2026