Ratgeber · Ablauf

Wie eine Videoproduktion abläuft: von der ersten Idee bis zur Abnahme

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Die kurze Antwort

Eine Videoproduktion läuft bei uns in sechs Phasen: Erstgespräch, Konzept und Skript, Drehvorbereitung, Drehtag, Schnitt mit Korrekturschleifen und Lieferung. Aktiv seid ihr an dreien beteiligt: im Erstgespräch, bei der Freigabe von Konzept und Skript und in der Abnahme nach dem Schnitt. Wie lange das Ganze dauert, hängt vor allem davon ab, wie schnell ihr freigebt, nicht davon, wie lange wir für unsere eigene Arbeit brauchen.

Die sechs Phasen im Überblick

Ob Imagefilm, Produktvideo, Eventfilm oder Interview-Film: Der Ablauf einer Videoproduktion ist bei allen Formaten fast identisch, nur der Aufwand je Phase unterscheidet sich. Wer noch nicht weiß, welches Format passt, findet Orientierung im Artikel Imagefilm, Produktvideo oder Eventfilm: welcher Film passt zu eurem Unternehmen?, einen Überblick über alle Bewegtbild-Formate gibt der Ratgeber-Cluster zu Video-Marketing. Die folgende Tabelle zeigt, was in jeder Phase passiert, was von euch gebraucht wird und wer am Ende entscheidet, damit ihr jederzeit einordnen könnt, an welcher Stelle ein eigenes Projekt gerade steht.

PhaseWas passiertWas ihr liefertWer entscheidetDauer als Richtwert
ErstgesprächZiel, Zielgruppe, Rahmen und Format kläreneure Ausgangslage, Wünsche, grober Budgetrahmengemeinsam45 Minuten, kostenlos
Konzept und SkriptTreatment beziehungsweise Skript entsteht, Locations werden vorgeschlageneure Freigabe zu Konzept und Skriptihrwenige Tage bis eine Woche, Richtwert je nach Umfang
DrehvorbereitungLocation-Check, Drehplan, Genehmigungen, bei Bedarf CastingZugang zur Location und eine Ansprechperson vor Ortwirwenige Tage, Richtwert
DrehtagKamera, Licht, Ton und Regie am SetZeit und gegebenenfalls Räume vor Ortwir am Set, ihr könnt dabei seinmeist 1 Tag, bei größerem Umfang mehrere
Schnitt und KorrekturschleifenRohschnitt, Feinschnitt, Farbkorrektur und Sound, zwei Freigabeschleifen eingeplanteure Freigabe je SchleifeihrRohschnitt meist innerhalb von 7 Werktagen (diefilmagentur.de, Stand August 2026)
LieferungExport in den vereinbarten Formateneure letzte Freigabeihrwenige Tage nach der letzten Freigabe
Die sechs Phasen einer Videoproduktion bei null3null

Auffällig: An drei der sechs Phasen entscheidet ausdrücklich ihr, an den anderen drei arbeiten wir vor. Weil dieselben zwei Leute drehen, schneiden und posten, gibt es zwischen diesen Phasen keine Übergabe an eine andere Agentur: Öykü und Nils tragen den Film vom Erstgespräch bis zur Lieferung selbst durch und behalten dabei eure Kanäle im Blick, weit über die fertige Datei hinaus.

Wo ihr in den sechs Phasen die Weichen stellt

Im Erstgespräch legt ihr fest, worauf der Film überhaupt einzahlen soll: eine neue Website, eine Bewerberkampagne, ein Produktlaunch. Diese Entscheidung bestimmt den Zuschnitt aller folgenden Phasen, vom Umfang des Konzepts bis zur Frage, ob ein Drehtag reicht oder mehrere gebraucht werden. Deshalb ist das Erstgespräch die einzige Phase, die vor jedem Angebot steht, nicht danach.

Bei Konzept und Skript sowie nach dem Schnitt entscheidet ihr per Freigabe, ob eine Fassung weitergeht oder eine weitere Schleife braucht. Beide Momente sind bewusst als Freigabe angelegt, nicht als bloße Information: Ohne euer Okay bewegt sich die Produktion nicht in die nächste Phase. Das kostet an diesen zwei Stellen etwas Zeit, spart aber an anderer Stelle deutlich mehr, weil niemand am fertigen Schnitt vorbeiredet, den ihr so nicht freigegeben hättet.

Was ein Drehtag wirklich ist

Ein Drehtag dauert bei uns in der Regel acht bis zehn Stunden: Aufbau, Dreh, Abbau. In dieser Zeit ist das gesamte Team gebunden, dazu Kamera, Licht und Ton als Technik, je nach Konzept ergänzt um Drohne oder zusätzliches Licht. Genau deshalb ist der Drehtag die Rechengröße unseres Preismodells, nicht die Minute im fertigen Film: Er bindet die meiste Zeit, das meiste Team und die meiste Technik. Wie unser Preismodell im Detail funktioniert und was Imagefilme am Markt kosten, steht im Artikel Was kostet ein Imagefilm?.

Am Set steht dieselbe Person, die im Erstgespräch mit euch gesprochen hat: Öykü oder Nils, nicht eine wechselnde Account-Ebene, die den Auftrag nur weiterreicht. Wer schon einmal in einer Werkstatt in Weißensee oder einem Ladenlokal in der Torstraße gedreht hat, weiß, wie viel Zeit es spart, wenn niemand am Set erst erklärt bekommen muss, worum es im Konzept eigentlich ging.

Wie viele Drehtage ein Projekt braucht, hängt am Format: Ein Imagefilm mit mehreren Interviews und Locations läuft oft über mehr als einen Tag, ein einzelner Produktvideo-Dreh in einem Showroom lässt sich häufig an einem Tag abschließen, ein Eventfilm ist an den Termin der Veranstaltung selbst gebunden und läuft nicht über mehrere Tage verteilt. Diese Einordnung klärt bereits das Erstgespräch, damit ihr wisst, worauf ihr euch einstellt, bevor das Angebot kommt.

Warum wir nicht pro Minute rechnen

Manche Anbieter rechnen die Postproduktion pro fertiger Minute ab: Light Hunters nennt auf der eigenen Preisseite 800 bis 2.500 Euro je fertige Minute Schnitt (light-hunters.com, Stand August 2026). Das Problem an dieser Rechnung: Sie verwechselt Länge mit Aufwand. Eine ruhige Minute in einem Büro ist etwas anderes als eine bewegte Minute mit mehreren Locations und Schauspiel, kostet nach dieser Logik aber gleich viel.

Bei uns folgt die Länge dem Inhalt, nicht der Preis der Länge: Ein Film ist so lang, wie er die Botschaft braucht, und der Preis richtet sich nach dem tatsächlichen Dreh- und Schnittaufwand. Ein 30 Sekunden kurzer Clip aus einem aufwendigen Drehtag mit mehreren Locations kann so am Ende mehr Arbeit bedeuten als ein ruhiger Dreiminüter aus einem einzigen Büro. Das Modell selbst reißen wir hier nur an, den genauen Rahmen klärt das schriftliche Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch.

Schnitt: zwei Korrekturschleifen sind Teil der Kalkulation

Nach dem Dreh folgt der Schnitt in mehreren Schritten: Rohschnitt, Feinschnitt, Farbkorrektur und Sounddesign. Zwei Korrekturschleifen sind dabei fest Teil unserer Kalkulation und stehen so im Angebot, nicht als Kulanz, sondern von Anfang an eingeplant. Braucht ihr eine dritte Schleife, rechnen wir sie nach Aufwand ab, vorher im Angebot benannt, nicht als Überraschung auf der Rechnung.

Bei Paket-Modellen, wie sie in der Content-Betreuung mehrerer Agenturen üblich sind, ist die Zahl der Korrekturrunden an die gebuchte Paketstufe gekoppelt: werkvonmorgen nennt in seinen Paketen 1, 2 oder 4 Revisionen, je nachdem, welches Paket gebucht wurde (werkvonmorgen.de, Stand August 2026). Wer im kleinsten Paket landet, hat damit auch bei einem anspruchsvollen Film nur eine einzige Korrekturrunde zur Verfügung, egal wie umfangreich das Feedback ausfällt. Bei uns hängt die Zahl der Schleifen nicht an einer Paketstufe: zwei Schleifen gelten für jedes Projekt gleich, unabhängig davon, wie groß der Dreh war.

Wie eine Korrekturschleife abläuft

Nach jedem Schnittstand schickt ihr uns euer Feedback gesammelt, im Zweifel in einem kurzen Gespräch statt in einzelnen Nachrichten über Tage verteilt. So bleibt jede Schleife ein Arbeitsschritt und keine offene Endlosschleife. Wie schnell die nächste Fassung kommt, hängt vom Umfang des Feedbacks ab, nicht von einer festen Zahl an Tagen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen einer Korrekturschleife und einer inhaltlichen Änderung: Farbe, Musik, Tempo oder ein anderer Take fallen unter die beiden eingeplanten Schleifen. Ein grundlegend neues Konzept, das erst nach dem Dreh entsteht, ist dagegen eine eigene Aufgabe, die wir separat besprechen und einordnen, statt sie stillschweigend in eine Korrekturschleife zu packen. So bleibt für beide Seiten klar, wofür die zwei Schleifen gedacht sind und wofür nicht.

Lieferung: alle Exporte, Nutzungsrechte ohne zeitliche Begrenzung

Nach der letzten Freigabe liefern wir in den vereinbarten Formaten, üblicherweise als Hauptfilm plus kurze Schnitte für Social Media. Ihr bekommt dabei alle Exporte, keine ausgedünnte Auswahl aus dem, was am Ende entstanden ist.

Welche Formate genau dazugehören, klärt ihr am besten schon im Erstgespräch: Quer für die Website, Hoch für Story und Reel, mit oder ohne Untertitel. Wer die aus dem Dreh entstandenen Clips anschließend laufend postet, kann sie direkt in die Betreuung im festen Monatspreis überführen, statt jeden neuen Clip einzeln zu beauftragen.

Achtet bei jeder Filmproduktion darauf, wie Nutzungsrechte geregelt sind: Spreadfilms räumt Nutzungsrechte laut eigenen Geschäftsbedingungen nur in einem vereinbarten zeitlichen und räumlichen Umfang ein (spreadfilms.com, Stand August 2026), in.frame Filmproduktion hält in den eigenen Geschäftsbedingungen fest, dass Rohmaterial Eigentum der Produktion bleibt und nur gegen Zusatzkosten erworben werden kann (in-frame.net, Stand August 2026). Genau das ist bei den meisten Produktionen üblich, auch bei uns: Das Rohmaterial bleibt unser Eigentum, wer es zusätzlich braucht, bekommt ein gesondertes Angebot. Die Nutzungsrechte an den fertigen Filmen liegen dagegen ohne zeitliche und räumliche Begrenzung bei euch, sobald der Film abgenommen ist, und ihr bekommt die fertigen Filme in allen vereinbarten Formaten.

Einen Eindruck von unserer Bildsprache über mehrere Formate hinweg bekommt ihr in den Referenzen.

Was den Ablauf verzögert

Der größte Zeitfresser ist selten der Dreh selbst, sondern was davor und danach passiert. Ein unklares Briefing im Erstgespräch wirkt sich dabei am längsten aus: Wenn Ziel oder Zielgruppe erst während des Konzepts nachgeschärft werden, verschiebt sich jede folgende Phase mit. Drei weitere Ursachen tauchen dabei immer wieder auf:

  • Späte Freigaben: Jede Deadline verschiebt sich, wenn Konzept, Skript oder eine Korrekturschleife erst nach Tagen eine Rückmeldung bekommen.
  • Fehlende Drehgenehmigung: Ein öffentlicher Platz oder ein fremdes Gebäude braucht oft eine Genehmigung, die kurzfristig einen ganzen Drehtag verschieben kann.
  • Wetter bei Außendrehs: Ein verregneter Tag im Tiergarten wird selten zum geplanten Drehtag, ein Ausweichtermin muss eingeplant sein.

Innerhalb Berlins entstehen dabei keine zusätzlichen Anfahrts- oder Übernachtungskosten, und Drehtermine richten sich nach eurem Betriebsablauf, nicht umgekehrt: Eine Werkstatt öffnet um sechs, ein Restaurant hat mittags Ruhe, eine Praxis hat feste Sprechstunden, der Drehplan legt sich um diese Zeiten, nicht gegen sie. Was den Ablauf am zuverlässigsten beschleunigt, ist eine klare Ansprechperson auf eurer Seite, die Freigaben zeitnah gibt, das gilt für Konzept, Skript und jede Korrekturschleife gleichermaßen.

Wohin es von hier aus geht

Warum sich der Aufwand einer Videoproduktion für Website und Social Media überhaupt lohnt, steht im Artikel Warum Bewegtbild?. Und wer die sechs Phasen lieber im Erstgespräch durchgeht, statt sie nur zu lesen, bekommt dort in 45 Minuten eine erste Einschätzung zum eigenen Vorhaben, kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen

Häufig gefragt

Wie lange dauert eine Videoproduktion?

Vom Erstgespräch bis zur Lieferung sind je nach Umfang oft zwei bis vier Wochen realistisch: Konzept und Skript brauchen ein bis wenige Tage, der Dreh selbst meist einen Tag, danach folgt der Schnitt mit zwei Korrekturschleifen. Wie schnell es geht, hängt vor allem davon ab, wie zügig ihr Konzept, Skript und jede Schleife freigebt.

Was kostet eine Videoproduktion pro Minute?

Pro Minute ist bei uns keine Rechengröße, weil sie Aufwand mit Länge verwechselt. Light Hunters kalkuliert dennoch mit 800 bis 2.500 Euro je fertiger Minute Schnitt (light-hunters.com, Stand August 2026). Bei uns bestimmt der Dreh- und Schnittaufwand den Preis, nicht die Sekunden im fertigen Film, mehr dazu steht im Artikel Was kostet ein Imagefilm?.

Was müssen wir vor dem Dreh vorbereiten?

Für das Erstgespräch reicht eine grobe Vorstellung von Ziel und Zielgruppe. Für den Dreh selbst braucht ihr vor allem Zugang zur Location und eine Ansprechperson, die vor Ort Fragen beantworten kann. Drehplan, Genehmigungen und die technische Vorbereitung übernehmen wir.

Können wir beim Dreh dabei sein?

Ja, das ist ausdrücklich möglich, solange es der Ablauf am Set zulässt. Am besten klärt ihr das im kostenlosen Erstgespräch, dann planen wir es direkt in den Drehplan ein.

Wie viele Korrekturschleifen sind im Angebot enthalten?

Zwei Korrekturschleifen sind Teil der Kalkulation und stehen im Angebot. Braucht ihr eine dritte, rechnen wir sie nach Aufwand ab, vorher benannt, nicht als Überraschung auf der Rechnung.

Wem gehört das fertige Material?

Die Nutzungsrechte am fertigen Film liegen ohne zeitliche Begrenzung bei euch, sobald ihr ihn abgenommen habt, und ihr bekommt alle Exporte. Einen Eindruck von unseren fertigen Filmen bekommt ihr in den Referenzen.

Passende Leistung

Bereit, eure Videoproduktion zu starten?

Alle sechs Phasen, vom Erstgespräch bis zur Lieferung, laufen bei uns aus einer Hand. Seht euch den Imagefilm als typischen Einstieg an oder klärt Umfang und Zeitplan direkt im kostenlosen Erstgespräch.

Nils Grinbergs, Mitgründer & Geschäftsführer

Autor:in

Von Nils Grinbergs

Mitgründer & Geschäftsführer

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Aktualisiert am 27. August 2026